Während der Zusammenarbeit stellt niemand diese Fragen. Sie kommen beim Wechsel, und dann sind sie schwer zu verhandeln.

1. Die Seiten

Unternehmensseiten und -profile gehören auf ein Konto des Unternehmens. Die Agentur erhält Verwaltungsrechte – das ist bei allen großen Plattformen vorgesehen und der übliche Weg.

Wurde eine Seite unter einem privaten Konto der Agentur angelegt, hängt der gesamte Auftritt an einer Person außerhalb des Unternehmens.

2. Das Werbekonto

Der Punkt mit dem größten Wert – und der wird meist unterschätzt. Im Werbekonto stecken nicht nur Rechnungen, sondern Verlaufsdaten, ausgetestete Zielgruppen und die Optimierung, die über Monate entstanden ist.

Bei einem Wechsel mit fremdem Werbekonto beginnt man praktisch von vorn. Die ersten Wochen im neuen Konto kosten Budget, ohne vergleichbare Ergebnisse zu liefern.

3. Zielgruppen und Datenquellen

Aufgebaute Zielgruppen, hochgeladene Kundenlisten, das Verfolgungspixel auf der eigenen Website. Alles davon sollte im Konto des Unternehmens liegen.

Beim Pixel kommt ein datenschutzrechtlicher Aspekt hinzu: Wer ist Verantwortlicher für die dort verarbeiteten Daten? Diese Frage gehört geklärt, unabhängig von der Eigentumsfrage.

4. Das Material

Fotos, Videos, Grafiken – und zwar in bearbeitbarer Form, nicht nur als fertiger Beitrag. Dazu die Lizenznachweise für verwendete Musik und Fremdbilder.

Ohne diese Nachweise betreiben Sie nach dem Wechsel Beiträge, deren rechtliche Grundlage niemand kennt.

Wann man das regelt

Vor Vertragsbeginn. Die Frage „auf wen läuft das Werbekonto?“ kostet im Erstgespräch nichts und klärt viel – auch über die Haltung des Gegenübers.

Wer sie beim Abschied stellt, verhandelt aus der schwächeren Position.