Angebote für Social-Media-Betreuung liegen weit auseinander. Das liegt selten an der Qualität und meist daran, dass verschiedene Dinge angeboten werden.
Die drei Posten
Betreuungspauschale
Planung, Erstellung, Veröffentlichung, Berichte. Was den Preis treibt: Anzahl der Kanäle, Anzahl der Beiträge, und ob Community-Betreuung enthalten ist.
Die häufigste Lücke im Angebot: Wer liefert den Rohstoff? Fotos aus dem Betrieb, Fachwissen, Einblicke. Eine Agentur kann das aufbereiten, aber nicht erfinden – und wenn niemand zuliefert, steht das Projekt nach drei Monaten still.
Werbebudget
Sollte getrennt ausgewiesen und über das eigene Werbekonto direkt abgerechnet werden. Läuft es über die Agentur, sind die tatsächlichen Ausgaben schwerer nachvollziehbar.
Und zur Abrechnungsform: Ein prozentualer Anteil am Budget setzt den Anreiz, das Budget zu erhöhen. Das ist verbreitet und nicht unredlich – man sollte es nur wissen und bei der Bewertung von Empfehlungen mitdenken.
Produktion
Fotos, Videos, Grafiken. Der Posten mit der größten Spannweite: Aufnahmen mit dem Telefon vor Ort kosten wenig, ein Drehtag mit Team viel. Beides kann richtig sein – es sollte nur im Angebot stehen, welches gemeint ist.
Was im Vertrag stehen sollte
- Anzahl der Beiträge je Kanal und Monat
- Wer den Rohstoff liefert und bis wann
- Antwortzeiten in der Community-Betreuung, auch am Wochenende
- Turnus und Inhalt der Berichte
- Eigentum an Konten, Material und Lizenzen
- Kündigungsfrist und Umfang der Übergabe
Die Frage nach der Laufzeit
Mindestlaufzeiten werden mit der Anlaufzeit begründet, und das ist bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar – ein Auftritt braucht Monate, bevor sich etwas zeigt.
Bei sehr langen Bindungen lohnt die Nachfrage, was passiert, wenn die Zusammenarbeit nicht trägt. Ein Ausstieg nach einer definierten Prüfphase ist eine faire Lösung für beide Seiten.
Der Vergleich, der funktioniert
Nicht Preise nebeneinanderlegen, sondern ein Leistungsverzeichnis vorgeben: so viele Kanäle, so viele Beiträge, diese Antwortzeit, wir liefern Fotos zu. Dann anbieten lassen.
Wer daraufhin nachfragt, arbeitet sorgfältig. Wer sofort eine runde Zahl nennt, hat nicht hingesehen.